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Pressemitteilung

Hohe Zufriedenheit – großes Potential

Evangelische Kirchenzeitungen legen erste systematische Marktforschung zu den Präferenzen und dem Potential der Kirchengebietspresse vor

Hamburg, 2. November 2014.  Hohe Zufriedenheit, großes Potential – das sind zwei Kernergebnisse der aktuellen Befragung von Abonnenten und Nichtlesern von wöchentlichen Kirchenzeitungen. Im Auftrag der Verlage der evangelischen Kirchenzeitungen aus Kiel, Schwerin, Berlin, Hannover, Frankfurt/Main und München befragte das IFAK Institut, Taunusstein, computergestützt telefonisch über 1800 Abonnenten und Nichtleser (kirchlich affine Menschen ab 40 Jahre).

Glaube/Religion, Aktuelles aus christlicher Perspektive und Soziales – das sind die wichtigsten Themen: „Die Kirchenzeitung ist für die Leserinnen und Leser ein aktuelles Informationsmedium mit einer spezifischen christlichen Perspektive. Die Studie zeigt deutlich, dass hier in erster Linie Informationen gesucht werden, nicht, wie man es vielleicht erwarten könnte, ‚Erbauung‘“, so die Projektleiterin Dr. Sibylle Appel von IFAK. Auffällig sind auch außerordentlich hohe Werte der Zufriedenheit und Verbundenheit der aktuellen Leserschaft – verbunden mit der Bereitschaft, die Zeitungen weiter zu empfehlen.

Die Studie zeigt auch auf, dass es weiteres Potential für das Genre der wöchentlichen Kirchenzeitung gibt: Das Gros der in der Kirche beruflich tätigen Nichtleser (85 Prozent) und auch gut die Hälfte der übrigen Nichtleser (53 Prozent) können sich (sehr) gut vorstellen, die Kirchenzeitung als gedrucktes Angebot zukünftig zu lesen.

Überraschend die weiteren Ergebnisse: Die Hälfte der befragten Nichtleser (56 Prozent), die beruflich nicht in der Kirche tätig sind, kennen ihren Kirchenzeitungstitel im Kirchengebiet nicht einmal dem Namen nach. Dr. Sibylle Appel: „Wichtig ist eine Steigerung der Bekanntheit, die Verfügbarkeit der Titel an den relevanten Touch Points für kirchlich affine Menschen und eine weitere Fokussierung auf das Alleinstellungsmerkmal der aktuellen Information aus christlicher Perspektive. In Kombination mit dem demographischen Wandel ist das die Zukunftsvoraussetzung für kirchliche Wochenzeitungen. Ein Genre mit Zukunft.“ 

Für die Auftraggeber hat die Untersuchung wichtige Hinweise zur Optimierung ihrer Titel erbracht, die jetzt für die leseroptimierte Weiterentwicklung genutzt werden. So ist bereits in diesem Jahr der Relaunch der evangelischen Kirchenzeitungen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Hannover und Oldenburg geplant.

Unterstützt wurde die Untersuchung vom Evangelischen Medienverband für Deutschland (EMVD), dem bundesweiten Zusammenschluss von 45 Verlagen, Medienhäusern und Presseverbänden. Nach Ansicht des  EMVD-Vorsitzenden Roland Gertz (München) machen die Ergebnisse Mut, weiterhin Kreativität und Ressourcen in das Produkt Kirchenzeitung zu investieren. Zugleich würdigt Gertz die Zusammenarbeit der Zeitungen, nicht nur bei der gemeinsamen Untersuchung: "Der Austausch, etwa bei überregionalen Themen, wird immer besser. Gerade so stärken wir die regionale Berichterstattung und damit unser großes Plus."

Für Rückfragen: Prof. Matthias Gülzow, Ev. Presseverband Norddeutschland

Hier geht's zum Download der Studie.